Frau trägt medizinische Maske

SONDERWETTBEWERBE COVID-19 RESPONSEGemeinsam gegen die Pandemie

Entwicklungs- und Schwellenländer sind von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie besonders hart getroffen. Zusätzlich zu Vorhaben aus den Bereichen develoPPP Classic und develoPPP Ventures hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) daher über 220 unternehmerische Initiativen zur Abmilderung der unmittelbaren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf diese Länder unterstützt. Die Projekte wurden im Rahmen von drei Sonderwettbewerben zwischen März 2020 und März 2021 ausgewählt und jeweils mit bis zu 2.000.000 EUR gefördert. 

Über
220
Projekte
Mehr als
40
Projektländer
200
Mio. Euro
Projektvolumen
Basis: develoPPP-Projekte aus den drei Sonderwettbewerben COVID-19 Response
Raum mit mehreren Krankenhausbetten

SÜDAFRIKA: Bereitstellung einer containerbasierten Krankenhauserweiterung

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und Siemens South Africa Pty Ltd. haben mit ca. 4,6 Mio. EUR Projektvolumen innerhalb von sechs Monaten eine modulare, containerbasierte Krankenhauserweiterung bereitgestellt, die im April 2021 an das Cecilia Makiwane Hospital in der Ostkap-Provinz übergeben wurde. Das Krankenhaus erhält dadurch 100 zusätzliche Betten, darunter zehn Intensivbetten, ein Labor, eine Radiologie und eine Apotheke zur Versorgung der Erkrankten während der Corona-Krise und darüber hinaus. 

Mercedes-Benz Truck

BRASILIEN: Mit Gesundheitstrucks auch in entlegene Gebiete 

Im Rahmen von drei Projekten mit einem Gesamtvolumen von rund 5,7 Mio. Euro haben Mercedes-Benz do Brasil Ltda. und die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH Gesundheitsdienstleistungen auch in entlegene Gebiete Brasiliens gebracht. Neben einem COVID-19-Feldkrankenhauses in São Paulo bieten acht umgerüstete Trucks vielfältige Untersuchungsmöglichkeiten und Raum für kleinere Eingriffe. Zwei mobile Impfeinheiten sollen zudem die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie mildern. 

Person tippt auf einem Laptop

PHILIPPINEN: Fernbehandlung per Telemedizin

Während der COVID-19-Pandemie war die Mobilität auf den Philippinen zeitweise stark eingeschränkt. Um die Bevölkerung ortsunabhängig und kontaktarm mit medizinischem Fachpersonal verbinden zu können, entwickelte die Cooperative Health Management Federation (CHMF) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH eine Open-Source-Anwendung für Telemedizin, die auch anderen Akteuren im Gesundheitssystem zur Verfügung gestellt wird. Das Projektbudget betrug 400.000 Euro. 

Verschiedene Medikamentenschachteln auf einem Tisch

ELFENBEINKÜSTE: Mittels Blockchain gegen gefälschte Medikamente

Laut WHO sind zwischen 30-60% aller in Afrika angebotenen Medikamente gefälscht, was erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Mit einem Gesamtbudget von knapp 680.000 Euro setzte die authentic.network GmbH zusammen mit der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH eine völlig neuartige Technologie in der Elfenbeinküste um. Sie soll helfen, die Verbreitung gefälschter Medikamente und COVID-19-Schutzausrüstung einzudämmen und der Verbraucherin bzw. dem Verbraucher mittels App und digitalen Echtheitssiegeln Sicherheit zu bieten. 

Menschen sitzen am Konferenztisch

KOSOVO: Ausbildung von Pflege- und Gesundheitskräften

Mit einem Projektbudget von 200.000 Euro haben die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit Kolegji Heimerer, einem privaten Bildungsträger im Bereich Gesundheitswissenschaften, kosovarische Pflege- und Gesundheitskräfte in der Vorbeugung von Corona-Übertragungen weitergebildet. In Zusammenarbeit mit örtlichen Gesundheitseinrichtungen wurden zudem medizinische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf den letzten Forschungsstand in Sachen Hygienestandards und Maßnahmen zur Sicherheit der zu Pflegenden und des Personals gebracht.  

Frau arbeitet an einem Webstuhl

develoPPP Classic

develoPPP Classic richtet sich an mittelständische und große Unternehmen, die nachhaltig in einem Entwicklungs- oder Schwellenland investieren und ihre operative Tätigkeit vor Ort ausbauen wollen. Geeignete Projekte werden fachlich und finanziell mit bis zu zwei Millionen Euro öffentlicher Förderung unterstützt.

Junge Menschen in einer Unternehmensbesprechung

develoPPP Ventures

develoPPP Ventures richtet sich an junge Unternehmen, die bereits mit einem innovativen Geschäftsmodell in einem Entwicklungs- oder Schwellenland aktiv sind und bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen. Im Rahmen eines Matching-Funds Modells ist eine öffentliche Wachstumsinvestition von bis zu 100.000 Euro möglich.

Carolin Welzel
Carolin Welzel Senior Beraterin Agentur für Wirtschaft & Entwicklung
Hans-Joachim Hebgen
Hans-Joachim Hebgen Senior Berater Agentur für Wirtschaft & Entwicklung
Daniel Thomann
Daniel Thomann Programmkoordinator DEG Impulse gGmbH
Kathinka Kurz
Kathinka Kurz Programmkoordinatorin Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH