Bewerbungen sind ab sind dem 15. Mai möglich

 

SONDERWETTBEWERB MADAGASKARExportwertschöpfungsketten in Madagaskar nachhaltig ausbauen

Mit seinen guten klimatischen Bedingungen und seinen bereits bestehenden Wirtschaftszentren bietet Madagaskar sehr gute Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit zwischen europäischen und madagassischen Unternehmen – etwa aus der Lebensmittelbranche oder der Textil- und Luxusgüterindustrie. Gleichzeitig steht das Land vor großen, strukturellen Herausforderungen: Niedrige Arbeitseinkommen, eine wenig diversifizierte Wirtschaft und steigende Risiken durch den Klimawandel sind nur einige der Probleme, die die wirtschaftliche Entwicklung des Inselstaates hemmen.

Um nachhaltige unternehmerische Initiativen und lokale Entwicklung in Madagaskar zu fördern, unterstützt das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) gemeinsam mit der Europäischen Union im Rahmen der Global Gateway Strategie Projekte, die zur nachhaltigen Entwicklung von Exportwertschöpfungsketten beitragen, insbesondere durch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit madagassischer KMU. Interessierte Unternehmen können im Rahmen eines develoPPP-Sonderwettbewerbs bis zum 30.06.2026 Projektvorschläge einreichen.

POUR ACCÉDER À LA VERSION FRANÇAISE

Eurozeichen

Bis zu 500.000 Euro öffentliche Förderung

Personen am Tisch mit Glühbirne

Technische und finanzielle Unterstützung vor Ort

Drei Hände

Zugang zu lokalen Netzwerken

Fehlende Fachkräfte

Eine große Herausforderung für Unternehmen in Madagaskar ist der Mangel an adäquat ausgebildeten Arbeitskräften zur Herstellung international wettbewerbsfähiger Produkte. Gleichzeitig fehlt es den Menschen im Land an Beschäftigungsperspektiven und Einkommensmöglichkeiten. Förderfähige Projekte können genau hier ansetzen: Durch gezielten Knowhow-Transfer und die Ausbildung lokaler Fachkräfte können Qualifizierungslücken geschlossen, gute Arbeitsplätze geschaffen und eine resiliente Produktion aufgebaut werden.

Marktzugang und Exportfähigkeit

Die Verletzung internationaler Umwelt- und Sozialstandards ist nicht nur schlecht für Mensch und Umwelt vor Ort. Sie behindert auch die Exportfähigkeit madagassischer Unternehmen, da Produkte beispielsweise nicht in die EU verkauft werden können. Auch dieser Aspekt ist ein möglicher Ansatzpunkt: Durch die Einführung adäquater Arbeitsstandards oder die Umsetzung einer Bio-Zertifizierung verbessern Unternehmen nicht nur ihre soziale und ökologische Nachhaltigkeit, sondern eröffnen sich auch wichtige neue Absatzmärkte.

Haken

Mindestens 400.000 Euro Jahresumsatz

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Mindestens 8 Mitarbeitende

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Mindestens 50% Beteiligung an Projektkosten

Die vollständigen Teilnahmebedingungen für den develoPPP Sonderwettbewerb Madagaskar sind hier verfügbar:

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Lokaler Gewürzhersteller sorgt für resilientere Lieferketten und höhere Einkommen von Kleinbäuer*innen

Madagaskars Agrarsektor beschäftigt rund 80 % der Bevölkerung und ist somit tragende Säule der lokalen Wirtschaft. Gleichzeitig ist dieser für das Land wichtige Sektor verschiedenen Risiken ausgesetzt: internationalem Wettbewerbsdruck, volatilen Weltmarktpreisen sowie den langfristigen Auswirkungen des Klimawandels.  Als lokal verankertes und zugleich international agierendes Unternehmen steht Floribis S.A.R.L.U. vor der Herausforderung, dass instabile Liefermengen, schwankende Produktqualität und fehlende Zertifizierungen bei Kleinbäuer*innen den verlässlichen Zugang zu internationalen Premium-Märkten erschweren. Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten, förderte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Implementierung klimaresilienter Anbaumethoden, Smart-Farming-Ansätze und folglich eine nachhaltige Produktivitätssteigerung. Dadurch konnten die landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten und die Einkommens- und Lebensgrundlagen von über 1800 Produzent*innen signifikant verbessert werden.

Madagassisches und europäisches Unternehmen stärken gemeinsam resiliente Lieferketten

Madagaskar ist ein wichtiger Produzent von Gewürzen, doch exportorientierte Unternehmen stehen vor einem zentralen Problem: Es fehlt an ausreichenden Mengen qualitativ hochwertiger und zertifizierter Rohstoffe, um die Nachfrage auf europäischen Märkten zu bedienen. Ein develoPPP-Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bringt den madagassischen Exporteur Phael Flor Export und das französische Unternehmen Arcardie SA zusammen, um stabile und zertifizierte Lieferketten aufzubauen. Bis heute wurden dazu rund 1.500 Produzenten in klimaresilienter Landwirtschaft geschult und 200 Haushalte durch Finanzbildung und Spargruppen gestärkt. Die Kleinbauern erzielen so stabile Einkünfte, während die Unternehmen von garantierter Qualität, zuverlässigeren Lieferketten und besseren Exportmöglichkeiten nach Europa profitieren.

Ulrich Boysen
Ulrich Boysen Senior Berater Agentur für Wirtschaft & Entwicklung
Hans-Joachim Hebgen
Hans-Joachim Hebgen Senior Berater Agentur für Wirtschaft & Entwicklung
Daniel Thomann
Daniel Thomann Programmkoordinator DEG Impulse gGmbH
Anja Meinecke
Anja Meinecke Programmkoordinatorin Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Jonas Naguib
Jonas Naguib Programmkoordinator Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH