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Aktuelle Herausforderungen und mögliche Ansatzpunkte
Fehlende Fachkräfte
Eine große Herausforderung für Unternehmen in Madagaskar ist der Mangel an adäquat ausgebildeten Arbeitskräften zur Herstellung international wettbewerbsfähiger Produkte. Gleichzeitig fehlt es den Menschen im Land an Beschäftigungsperspektiven und Einkommensmöglichkeiten. Förderfähige Projekte können genau hier ansetzen: Durch gezielten Knowhow-Transfer und die Ausbildung lokaler Fachkräfte können Qualifizierungslücken geschlossen, gute Arbeitsplätze geschaffen und eine resiliente Produktion aufgebaut werden.
Marktzugang und Exportfähigkeit
Die Verletzung internationaler Umwelt- und Sozialstandards ist nicht nur schlecht für Mensch und Umwelt vor Ort. Sie behindert auch die Exportfähigkeit madagassischer Unternehmen, da Produkte beispielsweise nicht in die EU verkauft werden können. Auch dieser Aspekt ist ein möglicher Ansatzpunkt: Durch die Einführung adäquater Arbeitsstandards oder die Umsetzung einer Bio-Zertifizierung verbessern Unternehmen nicht nur ihre soziale und ökologische Nachhaltigkeit, sondern eröffnen sich auch wichtige neue Absatzmärkte.
Die vollständigen Teilnahmebedingungen für den develoPPP Sonderwettbewerb Madagaskar sind hier verfügbar:
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Ausgewählte Projektbeispiele

Lokaler Gewürzhersteller sorgt für resilientere Lieferketten und höhere Einkommen von Kleinbäuer*innen
Madagaskars Agrarsektor beschäftigt rund 80 % der Bevölkerung und ist somit tragende Säule der lokalen Wirtschaft. Gleichzeitig ist dieser für das Land wichtige Sektor verschiedenen Risiken ausgesetzt: internationalem Wettbewerbsdruck, volatilen Weltmarktpreisen sowie den langfristigen Auswirkungen des Klimawandels. Als lokal verankertes und zugleich international agierendes Unternehmen steht Floribis S.A.R.L.U. vor der Herausforderung, dass instabile Liefermengen, schwankende Produktqualität und fehlende Zertifizierungen bei Kleinbäuer*innen den verlässlichen Zugang zu internationalen Premium-Märkten erschweren. Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten, förderte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Implementierung klimaresilienter Anbaumethoden, Smart-Farming-Ansätze und folglich eine nachhaltige Produktivitätssteigerung. Dadurch konnten die landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten und die Einkommens- und Lebensgrundlagen von über 1800 Produzent*innen signifikant verbessert werden.

Madagassisches und europäisches Unternehmen stärken gemeinsam resiliente Lieferketten
Madagaskar ist ein wichtiger Produzent von Gewürzen, doch exportorientierte Unternehmen stehen vor einem zentralen Problem: Es fehlt an ausreichenden Mengen qualitativ hochwertiger und zertifizierter Rohstoffe, um die Nachfrage auf europäischen Märkten zu bedienen. Ein develoPPP-Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bringt den madagassischen Exporteur Phael Flor Export und das französische Unternehmen Arcardie SA zusammen, um stabile und zertifizierte Lieferketten aufzubauen. Bis heute wurden dazu rund 1.500 Produzenten in klimaresilienter Landwirtschaft geschult und 200 Haushalte durch Finanzbildung und Spargruppen gestärkt. Die Kleinbauern erzielen so stabile Einkünfte, während die Unternehmen von garantierter Qualität, zuverlässigeren Lieferketten und besseren Exportmöglichkeiten nach Europa profitieren.
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Bei Fragen zu bereits konkreten Vorhaben stehen Ihnen die Teams der Durchführungspartner zur Verfügung



