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Mit Solarenergie zu sauberem Wasser

GIZ
Afrika (Subsahara)
Energie

Im Norden Ghanas ist das Wasser knapp. Im Distrikt Chereponi zum Beispiel hat nur etwa ein Drittel der 63 000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Grundwasser und Flüsse sind durch unkontrolliert entsorgte Abfälle mit Keimen belastet und verursachen Cholera, Diarrhoe und wegen des zu hohen Fluoridgehalt im Wasser auch Zahnfäule.

 

Die German Water and Energy Gruppe (GWE) versammelt seit vielen Jahren technisches Know-how zu Wasseraufbereitung und Erneuerbaren Energien. Gemeinsam haben zwei Unternehmen der Gruppe – Bauer Water und GWE pumpenboese GmbH – ein solarbetriebenes System entwickelt, das verschmutztes Wasser zu sauberem Trinkwasser aufbereitet. Im Distrikt Chereponi wurde es erstmals eingesetzt – mit Erfolg.

 

Zentraler Kooperationspartner der GWE war die ghanaische Kontroll- und Regulierungsbehörde Community Water and Sanitation Agency (CWSA), die für die Wasserversorgung im ländlichen Raum zuständig ist.

 

Für den Betrieb der Anlage schulten die Partner das Personal der örtlichen Distriktverwaltung und der Regulierungsbehörde CWSA und erstellten ein Preiskonzept für den Anlagenbetrieb. Warum sauberes Trinkwasser seinen Preis hat, vermittelten sie der Bevölkerung bei der Übergabe der Anlage durch ein Theaterstück und einen Film, die auch die Technik erklärten. Nicht nur von der Bevölkerung, auch von der CWSA kommt heute positive Resonanz: „Die Pilotanlage“, so ihr stellvertretender Direktor für den Norden Ghanas, John Aduakye, „ist die beste Lösung für unser Wasserproblem.“

 

Wir haben gezeigt,  dass die Wasseraufbereitungsanlage funktioniert und sich energieautark betreiben lässt. Das hat uns großes Interesse bei potenziellen Kunden beschert. Auch von der Kenntnis der GIZ über Partner und Strukturen vor Ort haben wir enorm profitiert.“
Dr. Roman Breuer, Projektleiter GWE

 

Laufzeit: 1. November 2014 - 31. Dezember 2016

Land: Ghana

Partner: GWE pumpenboese GmbH, Bauer Water und GIZ

Wirkungen:

  • Der Betrieb der Aufbereitungsanlage hat die täglich verfügbare Menge an Trinkwasser im Distrikt verfünffacht – von 1 auf 5 Kubikmeter pro Tag.
  • Die Fluoridkonzentration im Trinkwasser ist auf ein gesundheitsverträgliches Maß gesunken.
  • 6 lokale Techniker und 2 Ingenieure sind an der Anlage für den Tagesbetrieb geschult worden; ein lokaler festangestellter Mitarbeiter von Bauer Ghana steht für Trainings, Fragen und Dienstleistungen bereit.
  • Die Nutzer können die Anlage ohne permanenten technischen Beistand bedienen. Weitere Informationen Factsheet: GIZ - GWE Gruppe - Mit Solarenergie zu sauberem Trinkwasser
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