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Scania & GIZ bilden Busfahrerinnen in Ghana aus

20.10.2017

Im Rahmen einer develoPPP.de Entwicklungspartnerschaft mit Scania fand am 8. September eine Informationsveranstaltung der Initiative „Women Moving the City“ in Achimota statt. Zusammen mit der GIZ setzt sich der schwedische Bus- und Lkw-Hersteller Scania für eine nachhaltige Ausbildung von Berufskraftfahrern für mehr Verkehrssicherheit in Ghana ein.

 

Eines der Ziele des Projekts ist es, 600 Busfahrer auszubilden – darunter mindestens 10% Frauen. Sie fahren Studien zufolge vorausschauender als Männer und verursachen somit weniger Unfälle. Aus diesem Grund wurde die „Female Drivers Campaign“ gestartet: Von den 380 Frauen, die zuvor eine Bewerbung für das Programm eingereicht hatten, wurden 100 ausgewählte Bewerberinnen zu dem „Open Day: Women Moving the City“ eingeladen. Dort erfuhren die Frauen von den Inhalten des Trainings sowie von den Berufsvoraussetzungen und -chancen auf eine zukünftige Anstellung beim Greater Accra Passenger Transport Executive (GAPTE) Committee. Frederick Morsing, Managing Director bei Scania West Africa, ist sich sicher, dass die künftigen Fahrerinnen eine Vorbildfunktion einnehmen und ihre männlichen Kollegen von ihrem Fahrverhalten lernen werden.

 

Hintergrund dieser Entwicklungspartnerschaft ist der Mangel an ausgebildeten Berufskraftfahrern in Ghana. Da es in Ghana bislang keine spezielle Ausbildung für Berufskraftfahrer gab, entspricht die Fahrweise der lokalen Bus- und LKW-Fahrer nicht modernen Standards im Hinblick auf Verkehrssicherheit. Darüber hinaus befinden sich viele der Busse und Lkws in einem fahruntauglichen Zustand, so dass die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zunehmend gefährdet wird.

 

Um den Herausforderungen des Personenverkehrs in Accra nachhaltig zu begegnen, liefert Scania 300 Busse für den Aufbau des geplanten Bus Rapid Transit System (BRT) und gründete zusammen mit der GIZ eine Transportakademie. Dort sollen neben Automechanikern in Zukunft auch Bus- und Lkw-Mechaniker ausgebildet werden. Um die Lehrgänge zu unterstützen, hat Scania ein Trainingszentrum eingerichtet, welches neben theoretischen Ausbildungen auch eine moderne Reparaturwerkstatt für Busse und Lastwagen anbietet.

 

Auf der Veranstaltung in Achimota lobte O. B. Amoah, stellvertretender Minister für Gemeindeverwaltung & Ländliche Entwicklung, das Projekt. Für ihn liege der Schlüssel zum Erfolg in einer engen Zusammenarbeit der Unternehmen mit den lokalen Ministerien und der Bevölkerung. Nur so könne das öffentliche Transportsystem in Ghana nachhaltig verbessert werden.

 

Die Informationsveranstaltung war Teil der Entwicklungspartnerschaft von Scania, ZF Friedrichshafen AG, Robert BOSCH Middle East FZE, WABCO, ETTP und der GIZ. Unterstützt wird das Projekt durch das develoPPP.de-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit develoPPP.de fördert das BMZ das Engagement der Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitischer Handlungsbedarf zusammentreffen.