Strategische Allianzen

Günter Siebertz

"Projekte in dieser Größenordnung sind von der BEGECA allein kaum zu schultern. Ohne eine international anerkannte Organisation wie der GTZ an der Seite hätten wir das Projekt nicht durchführen können."

(Anm. der Redaktion: Seit 1. Januar 2011 bündelt die GIZ die Kompetenz und langjährige Erfahrung von DED, GTZ und InWEnt.)

Das vollständige Interview finden Sie auf Seite 7 im develoPPP.report

Strategische Allianzen schließen DEG und GIZ mit deutschen und europäischen Unternehmen, um besonders breitenwirksame Projekte zu initiieren (Seit 1. Januar 2011 bündelt die GIZ die Kompetenz und langjährige Erfahrung von DED, GTZ und InWEnt).

Sie sind in der Regel überregional angelegt, können thematisch ganze Sektoren umfassen und bringen weltweit unterschiedliche Akteure aus Industrie und Handel, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie anderen nationalen und internationalen Organisationen zusammen.

Wann wird eine Entwicklungspartnerschaft zur strategischen Allianz?

Die Kriterien
Zusätzlich zu den allgemeinen Kriterien Komplementarität, Subsidiarität, Wettbewerbsneutralität, Eigenbeitrag und Vereinbarkeit mit den entwicklungspolitischen Vorgaben der Bundesregierung müssen strategische Allianzen weitere Kriterien erfüllen. Sind insgesamt mindestens sechs der hier aufgelisteten Kriterien erfüllt,darunter mindestens zwei quantitative, hat ein Vorhaben Potenzial zur strategischen Allianz.

Quantitative Kriterien

  • Das Projekt ist überregional ausgerichtet und wird in mindestens zwei Ländern durchgeführt (bei Brasilien, China und Indien in mehr als zwei Regionen des Landes).
  • Mindestens zwei private Partner sind an der Umsetzung des Projekts maßgeblich beteiligt.
  • Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt mindestens 750.000 Euro (öffentlicher und privater Beitrag zusammengenommen).


Qualitative Kriterien

  • Das Projekt hat eine überdurchschnittliche entwicklungspolitische Signifikanz und einen beispielgebenden "Leuchtturmcharakter".
  • Das Projekt bindet maßgebliche Institutionen in den Partnerländern mit ein und erzeugt überdurchschnittliche strukturbildende Wirkungen, etwa auf der Ebene der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
  • Das Projekt beteiligt verschiedene Ziel- und Interessengruppen (Multistakeholder-Ansatz).
  • Das Projekt hat eine hohe Breitenwirksamkeit und erzeugt positive Wirkungen für große Teile der armen oder benachteiligten Bevölkerung.
  • Das Projekt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Innovation aus.
  • Das Projekt besitzt Vorbildcharakter und dient als Best Practice (Replizierbarkeit).
  • Das Projekt ist mit einem Schwerpunkt der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit verknüpft.


Ob die Einführung ökologischer und sozialer Mindeststandards beim Kaffeeanbau, die Entwicklung und Verbreitung von Mikroversicherungen für arme Bevölkerungsgruppen in Asien oder die Erarbeitung von Richtlinien zur Entsorgung von Sonderabfällen weltweit – strategische Allianzen sind so vielseitig wie wirkungsvoll.

Eine initiative des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung