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Teilnahmekriterien

 

In einem ersten Schritt sollten Sie prüfen, ob Ihr Geschäftsfeld und Ihre Projektidee den Teilnahmekriterien von develoPPP.de entsprechen. Alle Bewerbungen werden anhand einheitlicher Kriterien und Grundsätze ausgewertet. Ein Anspruch auf Förderung im Rahmen von develoPPP.de besteht nicht. Als Projektländer kommen alle Länder der OECD-DAC-Liste  infrage.

 

In den aktuellen Runden des Ideenwettbewerbes wird auch die Sonderinitiative „EINE WELT ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) berücksichtigt. Das bedeutet, dass Projektideen, die den ländlichen Regionen Afrikas zugutekommen, besonders gute Chancen auf Förderung haben. Das BMZ möchte hiermit insbesondere Projekte unterstützen, die dazu beitragen den Ernährungssektor zu modernisieren, die Agrarproduktion und -verarbeitung sozial- und umweltverträglich zu steigern und die Bevölkerung mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Dieser Beitrag zu einem sozialeren und ökologischeren Agrar- und Ernährungssektor lohnt sich gleich mehrfach: Unternehmen können ihren wirtschaftlichen Erfolg auf nachhaltige Weise steigern, verbreitern ihr eigenes Know-how und schaffen Perspektiven für die Menschen vor Ort. Der Referenzrahmen für Entwicklungspartnerschaften im Agrar- und Ernährungssektor enthält Kriterien für Projektanträge in diesem Bereich. Diese ergänzen die international vereinbarten Standards sowie die Regeln und Vorschriften der deutschen Durchführungsorganisationen DEG, GIZ und sequa.

 

Antragsberechtigt für das develoPPP.de-Programm sind in Deutschland und in der EU (oder in einem EFTA*-Land) registrierte Unternehmen. Unternehmen mit Sitz in einem Entwicklungsland (gem. jeweils gültiger OECD/DAC-Liste), an denen ein in der EU (oder in einem EFTA*-Land) registriertes Unternehmen oder ein EU-Staatsangehöriger (oder ein Staatsangehöriger eines EFTA*-Landes) mindestens 25% der Unternehmensanteile hält, sind ebenfalls antragsberechtigt. Verbände, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen, Auslandshandelskammern oder eingetragene Vereine sind zwar selbst nicht antragsberechtigt, können grundsätzlich jedoch als Projektpartner des antragstellenden Unternehmens an develoPPP.de-Projekten mitwirken.

 

Die wirtschaftliche Stärke des Unternehmens soll in einem angemessenen Verhältnis zu den Kosten des geplanten develoPPP.de-Projekts stehen. Bewirbt sich ein Unternehmen, muss es daher folgende Mindestvoraussetzungen erfüllen:

 

  • Eine Million Euro Jahresumsatz
  • Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Drei operative Geschäftsjahre 

* European Free Trade Association

 

Darüber hinaus gelten folgende Kriterien:

 

Vereinbarkeit mit entwicklungspolitischen Zielvorgaben

Das develoPPP.de-Projekt orientiert sich an den entwicklungspolitischen Vorgaben des BMZ. Alle Projekte müssen eine klare entwicklungspolitische Wirkung erkennen lassen und umwelt- und sozialverträglich sein. Eine Zusammenarbeit mit Unternehmen aus sensiblen Geschäftsfeldern (wie Waffen oder Drogen) ist im Rahmen von develoPPP.de grundsätzlich nicht möglich.
Projekte in den ärmsten Entwicklungsländern (Least Developed Countries gemäß OECD DAC-Liste) und/oder Projekte, zu deren Zielgruppe benachteiligte Gruppen wie Frauen, informelle Unternehmen, Minderheiten, Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche gehören, sind besonders förderungswürdig.

Komplementarität

Die öffentlichen und privaten Beiträge sollen sich so ergänzen, dass beide Partner durch die Kooperation ihre jeweiligen Ziele kostengünstiger, wirksamer und schneller erreichen.

Subsidiarität

Ein öffentlicher Beitrag im Rahmen von develoPPP.de wird nur geleistet, wenn der private Partner das develoPPP.de-Projekt ohne den öffentlichen Partner nicht durchführen würde, das develoPPP.de-Projekt nicht gesetzlich erforderlich ist, durch das develoPPP.de-Projekt ein angemessener volkswirtschaftlicher, entwicklungspolitischer Nutzen für das Entwicklungsland entsteht, der über den betriebswirtschaftlichen Nutzen des privaten Partners hinausgeht. Entsprechend zählen zum Eigenanteil des privaten Partners am develoPPP.de-Projekt nur solche Investitionen und Aufwendungen, die ohne die Maßnahme nicht getätigt würden. Projekte, mit deren Durchführung bereits begonnen wurde, können nicht nachträglich als develoPPP.de-Projekt mitfinanziert werden, es sei denn, sie nehmen nachträglich zusätzliche entwicklungspolitisch relevante Elemente mit auf.

Kommerzielles Interesse

Das kommerzielle Interesse des Unternehmens am Projekt muss klar erkennbar sein. Gemeinnützige Projekte können im Rahmen von develoPPP.de nicht gefördert werden.

Nachhaltigkeit

Das develoPPP.de-Projekt muss sich in ein langfristiges, nachhaltiges Engagement des Unternehmens im Entwicklungs- oder Schwellenland einbetten. Bei der Bewertung des Projekts wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass das Unternehmen sein Engagement auch über das Projektende hinaus fortführt.

Eigenbeitrag der Wirtschaft

Das Unternehmen muss einen wesentlichen, finanziell darstellbaren Beitrag in Höhe von mindestens 50 Prozent der Projektgesamtkosten zum develoPPP.de-Projekt leisten.
Der öffentliche Beitrag liegt bei maximal 200.000 EUR. Eine höhere Förderung ist im Rahmen von Strategischen Entwicklungspartnerschaften möglich, die zusätzliche Kriterien erfüllen müssen.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier.