Bäckerausbildung in Dakar

Bäckerausbildung in Dakar

Mit 27 Kilogramm isst der durchschnittliche Senegalese im Jahr deutlich mehr Brot als viele andere Afrikaner. Oft mangelt es den Backwaren jedoch an Qualität und es gibt nur wenige Produkte. In den Bäckereien arbeiten vor allem junge, angelernte Hilfskräfte, darunter viele Analphabeten. Eine systematische Ausbildung gibt es nicht. Durch die mangelnde Qualität sinkt die Nachfrage nach inländischen Produkten und immer mehr Senegalesen greifen zu importiertem, industriell gefertigtem Brot. Damit sinkt auch die Nachfrage nach Mehl.

Der Mehlproduzent GDM hat daher zusammen mit der DEG ein modernes Schulungszentrum in Dakar gegründet. Innerhalb von zwei Jahren lernten dort 375 junge Bäcker den richtigen Umgang mit Mehl, Teig und Ofen. Dadurch konnten Produktivität und Qualität sowie Hygiene- und Sicherheitsstandards gesteigert werden. Seit 2009 führt GDM das Schulungszentrum eigenständig fort, jährlich lernen dort nun 250 Bäcker ihr Handwerk. Das Unternehmen leistet so einen Beitrag, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren, die Wirtschaftlichkeit im Sektor zu steigern und sichert sich gleichzeitig die Nachfrage nach Mehl.

Weitere Informationen

Eine initiative des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung